Montag, 7. Mai 2012

Déjà-vu Down Under

9 Jahre nach unserem letzten Besuch in Australien und 12 Jahre nach unserem olymischen Abenteuer in Sydney sind wir nun wieder im Land der Kängurus, Koalas und Kokaburras und seit dem Augenblick, als unsere Füsse wieder den australischen Boden berührten, befinden wir uns auf einem Spaziergang auf der "Memory Lane". Sicher, vieles hat sich in den letzten 12 Jahren verändert aber viele Orte, die für uns mit speziellen Erinnerungen behaftet sind, sind gleich geblieben. Und noch ein weiterer Punkt hat sich in den 12 Jahren nicht verändert; kaum sind wir zwei Sekunden in dieser Stadt, hat sie uns schon wieder in ihren Bann gezogen! Die unwiderstehliche Mischung aus Grossstadt und Beachtown ist einfach unschlagbar (sorry, aber der Zürisee kann es mit dem Pazifik nicht aufnehmen).

Ah, Sydney. C'est à la fois loin et très proche. Les souvenirs des Jeux Olympiques sont bien présents et et le fait de se promener dans la ville et au bord de l'océan réveille quelques émotions. Mais cela fait plus de 10 ans, que les années passent vite! Quelques petits détails ne sont peut-être pas les mêmes, mais Sydney reste bel et bien une des plus belles  villes du monde avec cet accord presque parfait entre la beach culture et la ville très active, de plus de 4 millions d'habitants. 

Von Bondi nach Bronte Beach, so macht ein Jogging Spass.

Wir geniessen die grosszügige Gastfreundschaft der Familie Bolomey (Yves` Tante und Onkel), welche praktischerweise nur 5 min vom Bondi Beach entfernt leben. D.h. wir konnten uns von der ersten Minute an ins "echte" Leben in diesem farbenfrohen und lebendigen Quartier stürzen - mit dem tollen Strand als Bonus. Gestern konnten wir es uns dann nicht nehmen lassen, ein paar Runden im schönsten Freibad der Welt zu schwimmen. Der Bondi Iceberg Swimming Club existiert seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts und der Pool hat die unglaublichste Aussicht auf die tosende Brandung des Bondi Beaches. So schwimmt man in einem 50 Meter Freibad, wenn keine 20 Meter weiter drüben die Surfer die Wellen bezwingen. It`s a swimmers dream!

Pour un nageur, l'expérience "Iceberg pool" est un devoir, piscine située sur la rive droite de Bondi Beach et caressée par les vagues de l'océan. Magique, unique. La tradition veut qu'une fois par année, l'eau de la piscine est refroidie par de gros blocs de glace amenés par les membres du club, d'où son nom un peu originale et très peu avenant pour les frileux.

Bondi Iceberg - a pool with a view

Nachdem wir unsere Kalorien brav "abgeschwommen" hatten, liessen es sich die Bolomeys' dann auch nicht nehmen, uns am Abend mit einer speziellen Köstlichkeit zu verwöhnen - einem Raclette en famille. Und so kam es, dass wir den definitiv schweizerischten Abend unserer Reise am von der Schweiz am weitesten entferntesten Punkt unserer Reise verbrachten. Tja, Down Under ist die Welt halt verkehrt!

Soirée raclette en famille avec un bon coup de blanc, quoi de plus normale pour des Suisses!  

Les 5 Suisses

Mittwoch, 2. Mai 2012

The Garden Isle

Die Garteninsel - so wird Kaua'i genannt und der Grund wird einem sofort klar, wenn man sich aufmacht, um die Insel zu erkunden. Kaua'i ist grün, grün und nochmals grün. Sogar die wie Kegel aus der Insel herausragenden Berge sind von einem dichten, tiefgrünen Regenwald überzogen und das Grün wird nur vom in allen Blautönen schimmernden Ozean gestoppt.

Quelle île préférez-vous entre Big Island et Kaua'i, nous demanda une personne habitant l'île de Kaua'i. Faut bien réfléchir avant de pouvoir donner une réponse, du reste après un moment d'hésitation, nous n'avions toujours pas de réponse claire. Kaua'i est de toute évidence bien plus petite et donne l'impression d'un jardin vert et bien entretenu, d'où son nom de "l'île Jardin". 


Die älteste aller hawaiianischen Inseln mag zwar klein sein, aber sie macht die fehlende Grösse mit anderen Dingen wett. So bieten die Strände der North Shore tollen Surfbreak, was man uns natürlich nicht zweimal sagen muss! Kaum hatten wir unser Mietauto in den Händen fuhren wir auf dem direktesten Weg nach Hanalei. Nun ja, einen kleinen Stop bei Walmart mussten wir noch einlegen, denn wir hatten entschieden, dass wir auch hier auf Kaua'i campen. Daher kauften wir kurzerhand ein billiges Zelt und Decken und unser "Hotel" war komplett.

En place et lieu de notre bus VW, nous avons voyagé et même quelques fois dormi dans notre auto de location. Pas la peine de vous raconter que l'espace intérieur y est moins généreux (et les courbatures matinales au contraire plus prononcées). 

Nicht ganz so cool wie Wiki, aber auch ok :)

In Hanalei gibt es einen wirklich tollen Reefbreak, was übersetzt heisst, dass die Wellen an einem Korallenriff brechen. Ein Reefbreak hat den Vorteil, dass die Wellen auch bei wenig Swell brechen und man eigentlich sicher sein kann, dass man Surfen kann. Der Nachteil ist das "Reef" in Reefbreak, welches aus scharfen Korallen besteht... kurz gesagt das Surfen ist super, solange man nicht vom Brett fällt und von der Welle auf das Riff gedrückt wird (wir können Entwarnung geben, wir sind beide noch vollständig intakt).

Nach zwei Tagen surfen und Beachlife geniessen, wollten wir aber auch noch die andere Seite der Insel sehen. Die Na'pali Küste im Nordwesten der Insel kann mit dem Auto nicht befahren werden; es gibt dort nämlich keine Strassen. Die einzige Möglichkeit ein Teil der Küste zu sehen, ist per Boot, Helikopter oder - bei kleinerem Budget - mit Muskelkraft. Angesichts unseres aktuellen Lohn-losen Daseins, schnürten wir also unsere Wanderschuhe und machten uns auf, die Na'pali Küste zu Fuss zu erobern.
Lasst es mich so erklären, Pali hiesst Klippe auf hawaiianisch und die Wanderung machte dem Namen alle Ehre. Auf einem schmalen Weg ging es Steinbock-mässig den vertikalen Klippen entlang und ich muss ehrlich zugeben, es gab den einen oder anderen Moment, in dem mir der Atem nicht nur wegen der unglaublichen Aussicht stockte. Dennoch war es jeden Tropfen Angstschweiss wert, denn die Bilder die wir auf diesem Weg erblicken durften, sind wahrlich einmalig!

Au nord de l'île, un magnifique chemin longeant la côte permet de découvrir les formations montagneuses vieilles déjà de plusieurs millions d'années. La marche est plutôt sportive et quelque peu périlleuse. 


Für den heutigen letzten Tag unseres Besuches auf Kaua'i (und auch der letzte Tag im Kapitel Hawai'i unserer Reise) haben wir uns noch die Kirsche aufgehoben - der Waimea Canyon. Mark Twain nannte ihn "den Grand Canyon des Pazifiks"und er hat nicht gelogen. Auf einer Wanderung entlang des oberen Rand des Canyons konnten wir die beeindruckende Grösse dieses Naturwunders aus nächster Nähe bestaunen und es braucht nun auch keine weitere Erklärung, warum Steven Spielberg diese Kulisse für Jurassic Park gewählt hat.

Au sud se trouve le Waimea canyon, tout aussi impressionnant. Nous y avons bien sûr passer quelques heures, souliers de marche au pied. Le canyon a servi, non sans raison, aux coulisses du film Jurassic Park de Steven Spielberg. Voilà, Haiwaii c'est terminé, nous mettons les voiles direction le sud... où il y fait en ce moment moins chaud! L'Australie nous attend!


Nun bleibt uns nur noch unsere Rucksäcke zu schultern, Hawai'i "a hui ho" zu wünschen und uns aufzumachen auf die nächste, zugegeben einiges grössere Insel - Australien.

Samstag, 28. April 2012

Like a second home...

Während der fast drei Wochen auf Big Island sind wir etwas mehr als 1'000 Miles gefahren. Das sind umgerechnet rund 1'500 Kilometer. Diese Zahl hat uns selber überrascht, da wir nicht das Gefühl hatten, viel Zeit mit Autofahren verbracht zu haben. Diese Zahl bedeutet auch, dass wir insgesamt mehr als 28 Stunden in unserem VW-Bus sassen... Obwohl wir hier auf einer "kleinen Insel" sind - zumindest im Vergleich mit dem amerikanischen Mainland - ist und bleibt Big Island Amerika und alles dreht sich um das Auto. Der car, truck oder pick-up ist wie ein zweites Haus. Die Amerikaner leben im Auto und das Leben wurde um das Auto herum gebaut.
Dies hat sicher damit zu tun, dass die schiere Grösse und Weitläufigkeit hier auch die motiviertesten Läufer entmutigen. In Puna z.B. sind die "kleinsten" zum Verkauf stehenden Grundstücke 1 Acre gross (4'047 m2). Das heisst, wenn der Nachbar eine Party mit Lautsprecher im Garten schmeisst, ist der Lärm kaum zu hören. Die Subdivision (so nennt man hier ein Quartier) Ocean View im Süden der Insel hat 150 Kilometer Hauptstrasse zählt aber kaum mehr als 4'000 Einwohner und die grösste Ranch auf Big Island umfasst 150'000 Acres (etwa die Fläche des Kantons Glarus). Unter diesem Gesichtspunkt macht die ganze amerikanische Drive-In-Kultur plötzlich viel mehr Sinn und die kuriosesten Dinge werden logisch - wie die Drive-Thru Apotheke! 
Für mich als Schweizer Apotheker kaum zu glauben aber wahr. 


Man sieht auch viele Hawaiianer, die mit dem Auto unterwegs sind und abends einfach ein Zelt aus dem Kofferraum nehmen, um auf einem Camping zu übernachten. Auch eine spontane After-Work Party auf der Ladefläche eines Pick-Ups ist keine Seltenheit. Daher erstaunte es auch nicht, dass das Motto "the bigger, the better" hiesst und die Autos eher wie Lastwagen oder  Panzer aussehen. Denn, wer möchte schon in einer kleinen Wohnung leben?

Schock der Kulturen: das deutsches "all-in-one" Wohnmobil und
 ein amerikanisches Modell ohne Küche und Bett.

Freitag, 27. April 2012

Das Tal der Könige

Heute ist unser letzter Tag auf Big Island. Wir haben Wiki Wiki Kai zurück gebracht und vertreiben uns die letzten Stunden mit lustigen Dingen wie Wäsche waschen oder Blogeinträge schreiben.

Dernière petite excale sur l'île de Big Island et derniers petits plaisirs pour les jambes. La vallée de Waipio se trouve en effet tout au nord de l'île et pour y parvenir une route avec 25% de déclivité, rien pour notre bus VW. Le spectacle en vaut l'effort. L'endroit était la résidence du haut chef de Hawaii, lieu toujours considéré comme sacré de nos jours. 

Leider gab es in den letzten paar Tagen praktisch kein Swell hier auf Hawai'i, daher haben wir unsere gemieteten Surfbretter zurückgebracht und entschieden, wir machen nochmals eine Wanderung, diesmal im Waipio Valley. Das Waipio Valley ist der heiligste Ort auf dieser Insel, da es die Residenz der Grosskönige (High Chiefs) von Hawai'i war. Wenn man dann erst einmal unten am schwarzen Strand steht, kann man sich lebhaft vorstellen, wieso die Könige diesen Ort gewählt hatten, denn er ist atemberaubend schön.


Der Strand ist von beiden Seiten von steilen Klippen abgegrenzt und der Trail führte uns zunächst in einem steilen Zig-Zag Weg hinauf auf die entgegen gelegene Klippe. Der Weg glich fast eher einer Treppe als einem Weg aber einmal oben, wurde man mit einem unglaublichen Blick auf das Waipio Vally und den Wasserfall belohnt. Je weiter wir hinaufstiegen, desto mehr veränderte sich auch die Vegetation und die tropischen Urwaldpflanzen wichen Tannen (oder zumindest Nadelbäumen). Der Weg führte dann in Schlangenlinie durch unzählige kleine Talsohlen, nur um dann gleich wieder zur nächsten Klippe aufzusteigen. Dabei entdeckten wir immer wieder wunderschöne Orte mit magisch anmutenden Wasserfällen, versteckt in der tiefen Grün des Waldes.


Einmal mehr hat uns Big Island mit seiner Vielfältigkeit überrascht und heute Morgen - fast als wollte es sicherstellen, dass wir wiederkommen - schenkte es uns nochmals einen wunderschönen Sonnenaufgang, der die Brandung an den Lavafelsen in ein zauberhaftes Licht tunkte.
Mahalo nui loa Hawai'i!

La dernière nuit de camping sur l'île nous a une nouvelle fois offert un spectacle magnifique au petit matin. Nous quittons aujourd'hui Big Island pour rejoindre un autre paradis, Kaua'i, une île située plus au nord et bien plus ancienne que Big Island, donc avec plus de sable et un peu moins de cailloux. 


Mit diesen Bildern im Kopf machen wir uns auf, nach der Jüngsten nun auch die Älteste der hawaianischen Inseln zu erkunden; Kaua'i.

Montag, 23. April 2012

Party in Puna

Der Distrikt Puna wird in Hawaii etwas stiefmütterlich behandelt. Dort leben die Aussteiger, Alt-und Neu-Hippies, spirituell angehauchten Körnlipicker und man hatte uns in Kona gewarnt, dass dies der "gefährliche" Teil der Insel sei...
Einmal mehr hat sich unsere grundsätzliche Reiseweisheit "Glaube nicht ohne gesehen zu haben" bewahrheitet, denn Puna ist grossartig! Ich gehe sogar soweit zu sagen, dank Puna habe ich mich nun so richtig in Hawaii verliebt. Puna ist wohl auch noch der naturbelassenste Distrikt Hawaiis mit grossen Flächen tiefgrünem, undurchdringlichem Regenwald und einer wilden von Lavasteinklippen geprägten Küste. Es ist auch in Puna, wo das neuste Land der Erde geboren wird, wenn die Lava ins Meer fliesst.

Après 2 jours passés sur les volcans, nous sommes redescendus vers les plages et plus exactement dans le département de Puna. L'eau chaude des sources s'y mélangent à l'eau plus froide de l'océan et les coulées de lave fraiches continuent d'agrandir l'île. Cette région est aussi "vendue" comme moins sûre, voire quelque peu dangereuse... C'est avec un peu de naiveté que l'on fait de grandes choses et à notre grande surprise, les quelques jours passés à la plage de Isaac Hale furent magnifiques!  

Dieser Lavafluss hat in den 90ern ein ganzes Dorf unter sich begraben.

Diese ganz spezielle Energie ist es dann wohl auch, der den kunterbunten Strauss von Menschen anzieht. Der Hauptort Pahoa ist tatsächlich eine "Hippietown" und man sieht überdurchschnittlich viel Rastas und Batik. Aber was Puna wirklich auszeichnet, ist die unglaubliche Offenheit und Herzlichkeit der Menschen. Beim Surfen lernt man zwar sehr schnell Leute kennen, aber als wir an unserem zweiten Tag in Pohiki, einem tollen Surfspot ca. 10min von Pahoa entfernt, gleich zu einer Hauseinweihungs-Party eingeladen wurden, wussten wir zunächst nicht recht, wie wir reagieren sollten (der Schweizer in uns ist manchmal doch sehr präsent). Wir entschieden jedoch; "Why not?" und gingen hin. Das war eine der besten Entscheidungen, die wir auf dieser Reise bisher getroffen hatten, denn die Party war der Hit. Wir wurden der ganzen Pohiki-Surf-Family vorgestellt und spätestens nach der zweiten Runde Bier und "natürliche Zigaretten" wurden wir offiziell adoptiert :).

Hanging Loose with the Boys

Die Pohiki-Surf-Family


Nous avons pu faire la connaissance de la communauté des surfeurs ainsi que de celle des nombreux hippies qui habitent les alentours. Invités spontanément à une pendaison de crémaillère, les deux Suisses se sont sentis, histoire d'une soirée, presque hawaiiens. Les choses ont bien changé ces dernières années, le gens d'ici le disent d'ailleurs aussi. 

Die Gastgeberin Emi hat uns dann auch bei ihr im Garten campen lassen und am nächsten Morgen - während die Jungs noch im Lala-Land hängten - nahmen mich die Ladies mit, für eine Wahine Surf Session. Das war absolut der Hammer; schöne Wellen, Sonnenschein, drei tolle Frauen und die kleine Schweizerin. Besser geht's nicht (sorry, Yves)!

Unsere unglaublich grosszügige Gastgeberin Emi

Samstag, 21. April 2012

Nouvelles d'ici et d'ailleurs

Non, je n'oublie pas la Romandie, et d'autant moins les vaudois! Du reste la famille Platel s'est agrandie, oupie!!
Bienvenue-Welcome-Bienvenido-Willkommen-Aloha Attila!

Je vais essayer dès à présent de faire quelques commentaires en français. Pour les news du Mexique, faudra attendre mon retour en Suisse. Avec une bonne saucisse aux choux nous aurons un moment pour parler de la cuisine mexicaine, extraordinaire, et l'occasion j'en suis sûr, de parler de la culture et du pays en général.  

Nicole apprend à faire les tortillas, une de raisons de vivre des Mexicains!

Nous sommes en ce moment sur l'île de Big Island, la plus grande des îles de l'archipel de Hawaii. En route avec notre camping car (WV Westfalia=lit, cuisine, salon...) nous découvrons les régions désertiques et volcaniques ainsi que les régions tropicales humides: l'île possède, à l'exception d'une seule, toutes les zone climatique rencontrées sur la planète. En une heure de conduite, les arbres et les palmiers font place aux cailloux et au sable. Incroyable. Les vagues sont abordables, pas trop agressives. Les rochers par contre, puisque l'île est volcanique, sont des moins accueillants!

Excursion sur le plus grand volcan de l'île,
histoire de se rappeler des marches dans les Alpes!

Freitag, 20. April 2012

Moonwalk

Zwei Tage haben wir im Volcanoes National Park verbracht, sozusagen in der Wiege von Hawaii. Volcanoes ist wirklich ein Paradies für Wanderer und obwohl wir nicht unbedingt die Hardcore-Wanderer sind, haben wir uns von der Atmosphäre inspirieren und wohl auch etwas übermotivieren lassen. Das hat dazu geführt, dass wir zwei Tage nacheinander jeweils eine 8-Stunden Wanderung gemacht haben (und meine Beine beschweren sich noch jetzt darüber).

Am ersten Tag führte uns die Wanderung in eines der eher aktiven Gebiete des Parks, wo die Erde noch lebt und auch immer mal eine Dampfwolke aus dem Inneren aufsteigt. Es ist wirklich ein spezielles Gefühl auf der Lava zu spazieren und neben etwas weiter vorne Rauch - also eigentlich Wasserdampf - aus dem Boden aufsteigen zu sehen. Unsere Mittagsrast haben wir am Rande eines Kraters zugebracht und plötzlich sahen wir keinen Meter von uns Rauch aufsteigen. Wir näherten uns und hielten die Hand an den Ort wo der Dampf herauskam und da war er - Peles' Atem, warm auf unserer Haut. Es gibt einige Momente im Leben, wo man die schöpferische Kraft unserer Mutter Erde wirklich spürt und das war genau so ein magischer Moment.

Der Krater raucht wirklich!

Am zweiten Tag machten wir uns auf den grössten Vulkan der Erde - zumindest teilweise - zu erklimmen. Der Mauna Loa ist über 4000m hoch und unser Ziel war die Red Hill Cabin auf über 3000m Höhe. Eine 12,5 km lange Aufwärtswanderung und das gleiche dann wieder bergab war unser Tagesprogramm.

Im Hintergrund das ganze Ausmass des Mauna Loa.

Ich kann nur sagen, manchmal ist es gut, gewisse Dinge mit einer unbedarften Naivität anzugehen, denn sonst würde man sie schlicht und einfach nicht machen. Die Wanderung führte uns während 7,5 Stunden durch eine Lava-Wüste soweit das Auge reicht. Das schiere Ausmass der Lavafelder war unglaublich! Links, rechts, oben, unten - Steine soweit das Auge reicht und ein Moment, in dem man sich unglaublich klein vorkommt. Umso mehr war es ein erhabenes Gefühl, als wir nach fast 4 Stunden Aufstieg an der Red Hill Cabin ankamen (die übrigens wirklich an einem knallroten Berg liegt). Die Aussicht war einfach phänomenal und die schmerzenden Beine bereits vergessen.


Nach dem 3,5-stündigen Abstieg hatten sich die schmerzenden Beine wieder in Erinnerung gebracht und die Nacht, die wir uns gestern in einem kuschligen B&B inklusive warmer Dusche leisteten, war mindestens genau so phänomenal wie die Aussicht vom Mauna Loa :).